Formelschnipsel mit LaTeXiT erzeugen

Hier und da soll es ja vorkommen, dass eine Formel gebraucht wird. Gibt es einen Formeleditor für die entsprechende Anwendung, ist das schnell erledigt. Hat man allerdings keinen solchen Editor, wird es entweder rudimentär oder aufwändig.

Wie bereits in einem anderen Artikel beschrieben, ist \LaTeX ein leistungsfähiges Werkzeug speziell auch für Formelsatz. Allerdings werden mit \LaTeX meist Dokumente erzeugt. Will man nur eine Formel in eine Präsentation einbinden, ist ein Din A4 PDF nicht so richtig praktisch.

Speziell für die Erzeugung einzelner Formeln gibt es aber LaTeXiT. Das ist eine kleine Anwendung, die als Teil des MacTeX-Pakets mitkommt. In einem Editorfenster lässt sich die Formel wie von \LaTeX gewohnt schreiben (Bild 1). Ein Knopfdruck übersetzt die Formel dann. Jetzt lässt sich das Ergebnis einfach mit der Maus als PDF- oder Graphikdatei aus dem Editor auf den Desktop ziehen. Die Größe des Dokuments wird dabei automatisch an den Platzbedarf der Formel angepasst. Der link verweist auf die erzeugte PDF-Datei: latex-image-1.

Damit können schnell und einfach auch größere Mengen von Formeln erzeugt und flexibel eingebunden werden.

Bild 1 - LaTeXiT Editor

Bild 1 – LaTeXiT Editor

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Dokumente in DEVONthink verlinken

Die Dokumente in einer Dokumentendatenbank sind im Allgemeinen keine Inseln, sondern stehen in Beziehung zueinander. Diese Beziehungen drücken sich in DEVONthink durch Gruppen und Tags aus. Damit lassen sich zusammen gehörende Dokumente einfach und effizient gruppieren und finden. Oft besteht aber auch der Wunsch Dokumente zu referenzieren, die in einem anderen Kontext abgelegt sind, vielleicht sogar in einer anderen Datenbank. Zu diesem Zweck bietet DEVONthink links an.

Links kennen wir aus HTML-Seiten im Web. Sie verknüpfen zwei Resourcen, Webseiten oder auch Dateien, und man kann mit ihrer Hilfe durch einen ganzen Wald an Seiten navigieren.

In DEVONthink liegt uns in erster Linie daran, unsere Dokumente miteinander verknüpfen zu können, aber natürlich sind auch links ins Intra- oder Internet wichtig.

DEVONthink bietet verschiedene Möglichkeiten Dokumente aus anderen Dokumenten zu referenzieren. Sie sind im Kontextmenü der Dokumente zu finden (Bild 1).

  • Link erzeugen  Diese Funktion erzeugt mit dem markierten Text einen link auf ein Dokument mit dem Namen des markierten Textes. Gibt es dieses Dokument noch nicht, wird es angelegt und mit dem Text verlinkt.
  • Link hinzufügen… Erlaubt markierten Text mit einem beliebigen link zu hinterlegen. Der link kann in einem Eingabefeld eingegeben werden.
  • Verknüpfen mit   Hiermit lässt sich der markierte Text mit einem link auf ein anderes Dokument hinterlegen. Das Zieldokument kann aus einem Menü ausgewählt werden. Es sind auch links auf Dokumente in anderen Datenbanken möglich (Bild 2).
  • Verknüpfung einfügen  Ist kein Text markiert, kann mit dieser Funktion ein link auf ein anderes Dokument erzeugt werden. Das Zieldokument wird wie oben aus einem Menü ausgewählt. Der link wird mit dem Namen des Zieldokuments erzeugt.

Nicht jeder Dokumententyp bietet alle Möglichkeiten. Tabelle 1 gibt einen Überblick (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

Tabelle 1 - Unterstützte Dateiformate

Tabelle 1 – Unterstützte Dateiformate

Bewegt man die Maus über einen link in einer Formatierten Notiz, wird das Ziel in der Statuszeile des Dokuments angezeigt (Bild 3). In PDF-Dokumenten konnte ich zwar links setzen und auch benutzen, allerdings waren sie leider nicht mehr sichtbar 😦

Links in DEVONthink bieten gute Möglichkeiten Zusammenhänge zwischen Dokumenten aufzuzeigen und die Navigation zu erleichtern. Besonders interessant ist die Möglichkeit Dokumente in anderen Datenbanken referenzieren zu können.

Bild 1 - Kontextmenü

Bild 1 – Kontextmenü

Bild 2 - Kontextmenü Dokumente

Bild 2 – Kontextmenü Dokumente

Bild 3 - Hinweis für link

Bild 3 – Hinweis für link

PDFs in ein Scrivener-Projekt ‚drucken‘

Scrivener Projekte können außer dem eigentlichen Text auch andere Dokumente enthalten, z.B. aus der Recherche. So lassen sich PDFs, Bilder, oder auch Webseiten leicht in den Research-Ordner ziehen.

Für den Fall, dass eine Applikation die Ausgabe in einem geeigneten Format nicht unterstützt, kann der Umweg über die Druckfunktion helfen: Mac OS X erlaubt den direkten Druck nach PDF. Also muss lediglich der benötigte Text als PDF gedruckt werden, um ihn dann in Scrivener zu importieren.

Das geht allerdings auch einfacher. Scrivener meldet sich bei Mac OS X als sogenannter PDF Service an. Damit taucht im PDF-Menü der Druckmaske ein Eintrag auf, mit dem sich die Ausgabe direkt in ein geöffnetes Scrivener Projekt umleiten lässt (siehe Bilder 1 und 2). Das erzeugte Dokument landet im Research-Ordner.

Bild 1 -  Mac OS X Druckmenü

Bild 1 – Mac OS X Druckmenü

Das PDF Druck-Menü von Mac OS X

Bild 2 – Das PDF Druck-Menü von Mac OS X

Wie Bild 2 zeigt, lassen sich auch andere Applikationen mittels Druckfunktion mit Dokumenten versorgen.

Achtung: Wurde Scrivener aus dem App-Store geladen, ist diese Funktion leider nicht aktiviert – dies ist durch eine Apple Richtlinien für App Store Anwendungen bedingt. Allerdings lässt sich Scrivener einfach selbst registrieren.

Dazu erzeugt man im Ordner  Programme ein Alias von Scrivener (Rechte Maustaste auf der Anwendung, Alias erzeugen anklicken). Dieses Alias wird dann einfach in den anwendereigenen Ordner Library/PDF Services geschoben. Sollte PDF Services noch nicht existieren, kann es einfach angelegt werden.

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