iOS5 ist da …

Das mit Spannung erwartete iOS5 ist seit heute verfügbar. Zum ersten Mal (zumindest seit Langem ;-)) habe ich mich verleiten lassen, gleich am ersten Tag ein Update zu wagen. Zuerst galt es Mac OS X und iTunes upzudaten – ein Download von ca. 950MB. Eigentlich kein Problem, aber die Server waren wohl gut ausgelastet. Das Update hat dann aber problemlos geklappt.

Nervenaufreibender war der Update meines iPad auf iOS5. Es gab mehrere Abbrüche mit internal error. Offensichtlich auch ein Überlastungsphänomen der Server. Allerdings hatte dies nur negativen Einfluss auf mein Nervenkostüm, nicht auf mein iPad. Beim vierten Anlauf hat es dann geklappt und die Installation verlief reibungslos.

Seit Beginn meiner Update-Aktivitäten sind drei Stunden vergangen und das iPad wird gerade wieder aus dem Backup mit Musik befüllt. Die Apps sind bereits wieder da und laufen auch, soweit ich es auf die Schnelle beurteilen konnte.

Jetzt muss ich noch mein iPhone updaten – das mache ich aber lieber morgen.

Der nächste Schritt wird dann die Umstellung von mobile.me in die iCloud sein. Heute habe ich es nicht geschafft – Überlastung.

Was lernt man daraus?

Apple versteht es, auch unter extremer Last seine Dienste stabil zu halten; wenn auch nicht jeder sofort bedient werden kann. Das ist trotzdem bemerkenswert. Außerdem habe ich daraus gelernt, das nächste Mal vielleicht doch ein paar Tage zu warten. Ob ich das allerdings schaffe, werde ich erst nach dem nächsten größeren Update wissen 🙂

Advertisements

Skizzieren und schreiben auf dem iPad mit Noteshelf

Noteshelf ist eine App für das iPad, die für Notizbücher gedacht ist. Sie erlaubt das Anlegen beliebig vieler Notizbücher.

Für jedes Notizbuch kann eine Vorlage gewählt werden, die das Aussehen der Seiten vorgibt. Vorlagen für eine Menge Zwecke sind vorhanden. So können leere Seiten mit oder ohne Linien und Karos, Tagesplaner, Notenblätter, Guitar Tabs, Tasklisten, Besprechungsprotokolle und weitere Formate gewählt werden. Diese Vorlagen sind dann für das gesamte Notizbuch gültig.

Einträge erfolgen durch Freihandschrift oder Skizzen. Es können auch Bilder aus dem Fotoalbum und Icons eingebunden werden. Für Skizzen sind eine Reihe verschiedenfarbiger Stifte wählbar. Auch die Stiftbreite ist einstellbar. Hat man sich vertan, kann der letzte Schritt rückgängig gemacht, oder mit einem Radiergummi beliebiger Inhalt entfernt werden. Außerdem lässt sich die ganze Seite leer räumen.

Für den Export der Notizen werden email, iTunes, DropBox, Evernote, das iPad Album und ein Drucker unterstützt. Als Format kann PDF oder ein Bildformat gewählt werden.

Für den Überblick in einem Notizbuch sorgt eine Funktion, die verkleinerte Darstellungen der Seite in einer Scrollleiste zeigt, wie man sie von PDF-Readern kennt.

Für die Benutzung der App empfiehlt sich ein Stift; mit den Fingern tut man sich doch etwas schwer. Da die Stifte für das iPad technisch bedingt leider keine allzu filigranen Spitzen haben, fällt das Schreiben damit nicht unbedingt leicht. Das macht für mich die Anwendung von Noteshelf für schriftliche Notizen auch nicht wirklich geeignet.

Die Möglichkeit in einem vergrößerten Bereich zu schreiben, erleichtert den Umgang etwas. Allerdings geht damit wieder der Vorteil verloren, dass man intuitiv arbeiten kann, weil dadurch eben immer nur ein kleiner Ausschnitt das Blattes sichtbar ist.

Menschen mit schöner Handschrift mögen mit dem Schreiben dennoch gut zurecht kommen.

Für Skizzen mag ich Noteshelf, weil es hierfür unkompliziert und intuitiv zu verwenden ist.

Circus Ponies NoteBook für das iPad

Circus Ponies NoteBook für das iPad ist eine App für die Erfassung und das Management von Notizen. Für den Mac ist ebenfalls eine Variante erhältlich.

Die App erlaubt das Anlegen mehrerer Notizbücher, basierend auf verschiedenen Vorlagen. Jedes Notizbuch hat ein Inhaltsverzeichnis und einen Block von Seiten, für die Suche im Notizbuch – MultiDex genannt. Die Suche kann anhand von Schlüsselwörtern, Änderungs- oder Erzeugungszeitstempeln und anderer Kriterien erfolgen. Dieses Konzept sieht recht interessant aus.

Neben Text kann auch eine Audioaufzeichnung in eine Seite eingebunden werden. Damit lässt sich zum Beispiel ein Meeting aufzeichnen und mit den Notizen abgleichen. Jeder Punkt in den Notizen wird dabei mit der Aufnahme synchronisiert, so dass Dialoge und Einträge zugeordnet werden können.

Ein weiteres interessantes Feature ist die Möglichkeit, in einer Notiz zu zeichnen, oder handschriftliche Anmerkungen zu machen. Darüber hinaus gibt es auch noch graphische Elemente wie Rechtecke und Ellipsen, die mit Pfeilen verbunden werden können, um Diagramme zeichnen zu können.

Wichtig ist auch das Einbinden oder referenzieren von Dokumenten. Bilder oder PDF-Dateien können direkt in das Notizbuch übernommen werden.

Alles in Allem eine sehr interessante Anwendung.

NoteBook für iPad (v3.0.1) ist allerdings leider bestenfalls im Beta-Stadium. Die App ist sehr langsam – die Anzeige kommt beim Tippen auf dem virtuellen Keyboard oft nicht nach 😦 Die Touch-Bedienung ist unpräzise und wird durch die Trägheit noch hakeliger.

Der Abgleich mit der Mac-Anwendung funktioniert ausschließlich über iTunes; das ist nicht wirklich brauchbar; DropBox und oder iDisk sollten unterstützt werden. Eine weitere ernste Einschränkung ist die Art und Weise, wie Attachments in NoteBook übernommen werden können. Auch dies ist nur über iTunes möglich. Wie soll das gehen, wenn man unterwegs damit arbeiten will???? Da gibt es für das iPad deutlich bessere Möglichkeiten Dokumente an Apps zu übergeben.

Für diese Qualität ist der Preis mit 24€ schlicht unverschämt. Eine gut funktionierende Anwendung wäre mir den Preis durchaus wert. In Anbetracht der Qualität der Mac-Variante des Produkts erwarte ich zukünftig eine deutliche Verbesserung der App. Offensichtlich lebt man mit iPad-Apps immer noch an der bleeding edge ;-/

%d Bloggern gefällt das: