iOS 7 installiert

Gestern Abend habe ich endlich iOS 7 auf meinem iPhone 4s installiert. Die Installation lief problemlos nebenher. Eine halbe Stunde später war alles bereit.

Der erste Eindruck ist gut. Es hat sich einiges geändert: Icons und Schriften, aber auch Gesten. Das ist natürlich erst einmal gewöhnungsbedürftig. Für eine Wertung ist es aber noch zu früh.

Das erste Stolpern erlebte ich beim Löschen einer mail: rechts wischen geht nicht. Wischt man links, werden zwei Schaltflächen eingeblendet. Eine davon ist zum Löschen der mail, die andere öffnet ein Menü, das verschiedene Operationen auf der mail anbietet.

Auch die Liste der laufenden Apps hat sich geändert. Wie bisher gibt es am unteren Rand die Icons der laufenden Apps. Über jedem Icon ist jetzt aber eine Ansicht der App zu sehen. Zum Beenden muss diese Ansicht nach oben gewischt werden. Das ist ganz nett, ob es einen Nutzen hat? Mal sehen.

Der Kalender spricht mich allerdings überhaupt nicht an 😦 Die Optik ist blass, dünne Fonts, wenig Information (s. Bild). Das ist aus meiner Sicht nicht so gelungen. Ob Gewöhnung daran etwas ändern kann?

Auch die Foto-App wurde weitgehend überarbeitet. Bilder lassen sich zum Beispiel nach dem Aufnahmejahr gruppieren. Das Zuordnen von Bildern zu Alben wird auch angeboten. Damit muss ich mich aber noch mehr auseinandersetzen.

Alles in allem ist der erste Eindruck gut. Viele Änderungen werden sich erst im Lauf der Zeit erschließen; das ist normal.

Kalender

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Trello – virtuelles Taskboard für Kanban und Scrum

Nachdem die Suche nach iPad-Apps für Kanban so wenig ergiebig war, bin ich wieder bei Web-Anwendungen fündig geworden. Scrumblr hatte ich bereits erwähnt. Heute will ich Trello vorstellen.

Trello ist eine Anwendung, die es erlaubt mehrere Boards mit beliebiger Struktur zu erstellen. Dazu erzeugt man zuerst ein Board; dabei gibt man ihm einen Namen und definiert die Zugriffsrechte (dazu später mehr).
Jetzt lassen sich auf dem Board Listen definieren – entsprechend den Spalten eines Kanban-Boards. Anzahl und Anordnung der Listen ist frei. Ein WIP-Limit lässt sich leider nicht zuweisen; bei Bedarf kann es aber natürlich als Teil des Listennamens gepflegt werden (z.B. Doing (3)).
Innerhalb dieser Listen können jetzt beliebig viele Karten angelegt werden.

Bild 1 – Beispiel-Board

Innerhalb einer Liste und zwischen Listen lassen sich die Karten einfach mit der Maus verschieben.

Karten haben eine Reihe von Attributen:
• Titel
• Beschreibung
• Etiketten
• Fälligkeitsdatum
• Bearbeiter
• Dateianhänge
• Checklisten
• Anmerkungen
Bild 2 zeigt ein Beispiel einer solchen Karte mit Dateianhängen, Checkliste und Fälligkeit.
Checklisten, auch mehrere pro Karte, lassen sich beliebig definieren. Sie können auch von bestehenden Karten kopiert werden.

Bild 2 – Geöffnete Karte

Mit den Schaltflächen am rechten Rand der Karte kann man diese z.B. auch archivieren, oder sich über Änderungen informieren lassen (Subscribe).
Am unteren Rand des Bildes ist noch die Überschrift Activity zu sehen; in diesem Abschnitt lassen sich Anmerkungen unterbringen.

In Bild 1 ist beispielhaft zu sehen, dass für diese Karte (Trello) Fälligkeitsdatum und Dateianhänge existieren.

Ein Board kann von mehreren Anwendern genutzt werden. Dazu lassen sich sogenannte Organisationen definieren, denen eine Gruppe von Personen zugeordnet werden kann. Ist ein Board für eine solche Organisation freigegeben, können deren Mitglieder mit diesem Board arbeiten.

Es lässt sich festlegen, ob Mitglieder eingeladen werden müssen, oder ob alle Mitglieder der Organisation automatisch Zugriff auf das Board haben. Bei der Arbeit im Team ist es auch hilfreich, Karten den jeweiligen Bearbeitern zuweisen zu können; dessen Avatar erscheint dann auf der jeweiligen Karte.
Ein Anwender hat auch die Möglichkeit alle Karten zu sehen, denen er zugeordnet ist. Das funktioniert auch für Karten auf unterschiedlichen Boards. Dieses Feature erleichtert natürlich den Überblick über die eigenen Tasks ungemein.

Zu Trello existiert auch je eine App für iOS und Android. Wie Bild 3 zeigt, unterstützt die iOS-App allerdings leider nicht das iPad. Trotz des kleinen Bildschirms lässt es sich aber recht angenehm damit arbeiten. Eine iPad-App ist allerdings in Arbeit.

Bild 3 – iOS-App auf dem iPad

Trello kommt meiner Vorstellung eines virtuellen Boards bis jetzt mit Abstand am Nächsten. Es macht einen durchdachten Eindruck und ist gut zu bedienen. Für viele Funktionen werden Tastaturkürzel unterstützt.
Darüberhinaus bietet Trello ein (RESTful) API und eine JavaScript-Library für die Anbindung an andere Anwendungen. Dies ermöglicht die elegante Einbindung in bestehende Workflows.

Wie bei allen Web-Anwendungen sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die eingegebenen Daten auf einem fremden Server gespeichert werden. In der Dokumentation zu Trello finden sich zu diesem Thema die nötigen Detailinformationen. Sowohl die Registrierung bei Trello als auch die iPhone-App sind übrigens kostenfrei.

Zu erledigende Dokumente im Überblick mit DEVONthink

Wenn sich in der Datenbank immer wieder Dokumente ansammeln, die noch bearbeitet werden müssen, kann man sich das leichter machen, indem diese Dokumente an einer zentralen Stelle zusammengefasst werden. In der Praxis werden sie allerdings meist über verschiedene Ordner verteilt vorliegen.

Eine einfache und elegante Methode dieses Problem anzugehen sind Etiketten in Zusammenarbeit mit ‚intelligenten Gruppen‘. Dazu gibt man jedem der Dokumente ein Etikett (rechter Mausklick auf Datei, dann Etikett wählen). Etiketten können in DEVONthink beliebig benannt werden (siehe Bild 1); für unsere Zwecke würde sich z.b. zu erledigen anbieten.

Hat man nun ein Dokument vor sich, das noch gelesen oder bearbeitet werden soll, z. B. im Eingang, weist man diesem das Etikett zu erledigen zu. Damit ist das Dokument schon einmal farblich gekennzeichnet; im Beispiele nach Bild 1 blau hinterlegt.

Im nächsten Scritt legen wir auf der obersten Ebene in DEVONthink eine intelligente Gruppe an. Als Filterkriterium wählen wir unser Etikett (s. Bild 2). In dieser Gruppe sind jetzt alle Dokumente zu finden, die mit dem Etikett zu bearbeiten versehen sind. Sind wir mit dem Dokument fertig, entfernen wir das Etikett und es verschwindet automatisch aus unserer Gruppe. Die Gruppe ist lediglich eine Ansicht auf unsere Dokumente ähnlich Replikaten; die Dokumente liegen nach wie vor in ihren ‚Heimat-Ordnern‘.

Bild 1 – Etiketten benennen in den Einstellungen

Bild 2 – Definition des intelligenten Ordners

Wollen wir diese Gruppe auf iPad oder iPhone replizieren, werden wir feststellen, dass das nicht geht. Intelligente Gruppen sind eigentlich nur Abfragen auf die Dokumentendatenbank; sie enthalten selbst keine Dokumente. Wollen wir unsere Dokumente trotzdem unterwegs dabei haben, hilft uns ein kleiner Trick: wir legen unter Mobile sync einen Ordner an – z.B. zu erledigen, markieren alle Dateien in unserer intelligenten Gruppe und replizieren diese in zu erledigen. Damit können wir die Dateien auf iPhone oder iPad unterwegs bearbeiten und anschließend wieder in die Datenbank synchronisieren.

Jetzt müssen wir nur noch im Kopf behalten, den mobilen Ordner immer wieder zu aktualisieren. So funktioniert das ganz gut, wenn es auch nicht optimal ist.

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