DEVONthink Datenbanken splitten

Nach meinem Artikel zu Datenbanken in DEVONthink wurde die Frage gestellt, wie denn eine bestehende Datenbank aufgeteilt werden könne.

Um dies zu zeigen, lege ich eine Datenbank TestDB-1 an, die zwei Gruppen mit je zwei Dateien enthält (Bild 1). Will ich jetzt Gruppe 2 in eine andere Datenbank verschieben, gehe ich folgendermaßen vor:

  • Falls ich eine neue Zieldatenbank haben will, muss ich diese zuerst in DEVONthink anlegen: TestDB-2.
  • Die Zieldatenbank öffnen. Wenn wir sie gerade neu erzeugt haben, ist sie bereits geöffnet.
  • In der Quelldatenbank die Gruppe markieren, die verschoben werden soll (Bild 2).
  • Mit Rechtsklick das Kontextmenü dieser Gruppe öffnen und Verschieben auswählen.
  • Es öffnet sich ein weiteres Menü, in dem das Ziel für den Verschiebevorgang bestimmt werden kann. Hier sehen wir auch unsere Zieldatenbank (Bild 2).
  • Zieldatenbank auswählen, bzw. bei Bedarf eine Gruppe innerhalb dieser Datenbank und durch Anklicken bestätigen.
  • Die Gruppe verschwindet in der Quelldatenbank und taucht in der Zieldatenbank auf (Bilder 3 und 4).

Dies funktioniert natürlich nicht nur mit Gruppen, sondern auch mit einzelnen Dokumenten.

In manchen Fällen wird ein Dokument in mehreren Datenbanken benötigt. Dann kann statt Verschieben einfach Duplizieren benutzt werden (Bild 5). Replizieren in eine andere Datenbank ist nicht möglich, das funktioniert prinzipiell nur innerhalb einer Datenbank.

Verschiebt man Dateien mit Tags, werden diese ebenfalls in die Zieldatenbank kopiert. In der Quelldatenbank bleiben die Tags allerdings erhalten und können gelöscht werden, falls sie nicht mehr benötigt werden.

Das Verschieben und Kopieren von Dokumenten zwischen Datenbanken in DEVONthink ist also ganz einfach. Ein Grund mehr, die Struktur gewachsener Datenbanken immer wieder einmal zu optimieren.

Bild 1 - Testdatenbank TestDB-1

Bild 1 – Testdatenbank TestDB-1

Bild 2 - Kontextmenü für Verschieben

Bild 2 – Kontextmenü für Verschieben

Bild 3 - Die Gruppe ist aus der Quelldatenbank verschwunden

Bild 3 – Die Gruppe ist aus der Quelldatenbank verschwunden

Bild 4 - Zieldatenbank mit verschobener Gruppe

Bild 4 – Zieldatenbank mit verschobener Gruppe

Bild 5 - Eine Gruppe kopieren

Bild 5 – Eine Gruppe kopieren

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Formelsatz mit MacTeX

Beim Schreiben technischer oder naturwissenschaftlicher Arbeiten besteht oft die Notwendigkeit Formeln im Text unterzubringen. Viele Textverarbeitungen unterstützen deshalb auch die Eingabe von Formeln. Trotzdem ist es auch heute immer noch eine Überlegung wert,  \TeX, bzw. \LaTeX, für solche Texte zu benutzen.

Bereits 1977 begann Donald Knuth mit der Arbeit an \TeX, weil er für seine Bücher ein Satzsystem haben wollte, das seinen ästhetischen Ansprüchen genügte. Formelsatz war dabei natürlich ein wesentliches Kriterium.

Ein wesentliches Merkmal von \TeX ist die klare Trennung von Inhalt und Erscheinungsbild. Innerhalb des Textes wird lediglich die Struktur festgelegt. In einem zweiten Schritt wird der Text in Dokumente hoher Qualität übersetzt. Qualität bezieht sich hier auf den Satz; für die Qualität des Inhalts ist der Autor natürlich immer noch selbst verantwortlich 😉

Im wissenschaftlichen Bereich setzte sich \TeX schnell durch. Vor allen Dingen, weil es durch Makros sehr weitgehend erweiterbar ist. Dadurch entstanden im Lauf der Jahre mächtige Pakete, die das Arbeiten mit \TeX wesentlich erleichtern. Das wohl bekannteste ist \LaTeX von Leslie Lamport.

\TeX wurde für das Schreiben von Büchern entwickelt und kann auch mit entsprechend großen Texten umgehen. Es unterstützt Literaturreferenzen (BiBTeX) und hilft beim Erzeugen eines Index (MakeIndex).

Hier will ich nicht näher auf \TeX selbst eingehen. Viele werden es bereits kennen. Bei Dante, der Deutschsprachigen Anwendervereinigung TeX, findet sich eine Menge an Dokumentation zu \TeX und allem drum herum.

Speziell für den Mac gibt es eine komplette Distribution namens MacTeX, die einfach zu installieren ist und alles mitbringt, was man braucht.

Für Leute mit \TeX / \LaTeX-Erfahrung, geht der Einstieg schnell: TeXworks starten, ein neues Dokument basierend auf einem Template erzeugen und los schreiben (Bild 1). Die Aufrufe von LaTeX, BibTex und MakeIndex, oder natürlich auch \TeX, erfolgen direkt aus der Anwendung (Bild 2). Das Ergebnis wird in einem eigenen Fenster dargestellt. Man muss also nicht im Terminal die einzelnen Anwendungen aufrufen.

Bild 1 - Vorlagen TeXworks

Bild 1 – Vorlagen TeXworks

Bild 2 - Aufruf von Kommandos aus TeXworks

Bild 2 – Aufruf von Kommandos aus TeXworks

Neben TeXworks sind weitere Editoren in MacTeX, bzw. MacTeXtras, enthalten: TeXShop, Aquamacs, aber auch LyX.

LyX lässt den Autor, im Gegensatz zu den anderen Editoren, direkt das Ergebnis seiner Arbeit sehen (Bild 3). Nur \TeX Befehle die er nicht erkennt stellt er auf dem Bildschirm dar. Damit schränkt er den Anwender nicht auf einen limitierten Befehlsumfang ein.

Bild 3 - LyX

Bild 3 – LyX

Ich selbst ziehe TeXworks vor, weil ich dort direkt die Befehle eingeben und sehen kann. Das kommt einem Softwareentwickler wohl einfach entgegen 😉

Der Einstieg in \TeX / \LaTeX ist wahrscheinlich nicht einfach. Hat man aber die zugrundeliegenden Konzepte erst einmal verstanden, geht die Arbeit schnell und reibungsarm von der Hand. LyX erleichtert dies natürlich noch einmal deutlich. Der wesentliche Vorteil ist, dass man sich während des Schreibens keine Gedanken über die Präsentation machen muss. Don Knuth hat eine Menge Wert darauf gelegt, dass \TeX saubere und ästhetische Dokumente erzeugt.

\LaTeX kann übrigens zum Beispiel auch in WordPress benutzt werden, um zum Beispiel Formeln zu setzen. Vor einiger Zeit gab es einen schönen Artikel zum Thema.

Hat man den Wunsch oder die Notwendigkeit Texte mit mathematischen oder chemischen Formeln zu schreiben, ist MacTeX einen näheren Blick auf jeden Fall wert.

DEVONthink 2.7.1und DEVONthink to go 1.4 sind da

Heute wurde DEVONthink 2.7.1 released. Im Wesentlichen werden die beiden Probleme behoben, die mit Version 2.7 aufgetreten sind.

DEVONthink to go hat auch noch einmal ein Update auf Version 1.4 bekommen, bevor dann hoffentlich Version 2 kommen wird. Laut dem Blog von DEVONtechnologies gibt es in Version 1.4 noch einen Fehler. Dessen Behebung ist gerade in Arbeit – also vielleicht mit dem Update noch etwas warten.

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