Scriveners Scratchpad für die schnelle Idee zwischendurch

Für die schnelle Idee zwischendurch gibt es in Scrivener das sogenannte Scratchpad, also einen Notizblock. Das Scratchpad lässt sich per Tastenkürzel (⇧⌘-Enter) auch außerhalb Scriveners öffnen. Dann können bestehende Texte bearbeitet und neue angelegt werden.

Das Scratchpad besteht aus einer Liste, die zur Auswahl bestehender Texte dient und einem Editor für die Bearbeitung dieser Texte. Mittels Werkzeugleiste lassen sich auch neue Textdateien anlegen.

Die im Scratchpad bearbeiteten Texte lassen sich dann in ein Scrivener Projekt importieren. Dazu wird das Zielprojekt ausgewählt, das allerdings bereits geöffnet sein muss. Dann kann der Text an ein bestehendes Dokument angehängt, oder als neues Dokument in das Projekt aufgenommen werden.

‚Hinter‘ dem Scratchpad steht erst einmal einfach ein Ordner, in den die einzelnen Texte abgelegt werden. Dadurch lassen sich die Texte mit einem beliebigen Editor bearbeiten. Legt man diesen Ordner zum Beispiel auf die Dropbox, hat man somit eine völlig transparente Lösung für das Arbeiten auf einem iPad oder einem beliebigen anderen Computer. Dort bearbeitete oder neu angelegte Texte erscheinen automatisch im Scratchpad und können somit leicht in Scrivener weiter verwertet werden.

Zu beachten ist lediglich, dass Scratchpad mit den Standardeinstellungen RTF-Dateien erzeugt. Die Editoren auf dem iPad können damit nicht umgehen. Dies lässt sich allerdings in den Einstellungen von Scrivener auch auf TXT ändern (siehe Bild). Für Texte, die auf dem iPad neu angelegt werden, spielt das auch keine Rolle, weil Scratchpad TXT-Dateien lesen kann, auch wenn es selbst RTF erzeugt.

Einstellungen für Scratchpad

Einstellungen für Scratchpad

PDFs in ein Scrivener-Projekt ‚drucken‘

Scrivener Projekte können außer dem eigentlichen Text auch andere Dokumente enthalten, z.B. aus der Recherche. So lassen sich PDFs, Bilder, oder auch Webseiten leicht in den Research-Ordner ziehen.

Für den Fall, dass eine Applikation die Ausgabe in einem geeigneten Format nicht unterstützt, kann der Umweg über die Druckfunktion helfen: Mac OS X erlaubt den direkten Druck nach PDF. Also muss lediglich der benötigte Text als PDF gedruckt werden, um ihn dann in Scrivener zu importieren.

Das geht allerdings auch einfacher. Scrivener meldet sich bei Mac OS X als sogenannter PDF Service an. Damit taucht im PDF-Menü der Druckmaske ein Eintrag auf, mit dem sich die Ausgabe direkt in ein geöffnetes Scrivener Projekt umleiten lässt (siehe Bilder 1 und 2). Das erzeugte Dokument landet im Research-Ordner.

Bild 1 -  Mac OS X Druckmenü

Bild 1 – Mac OS X Druckmenü

Das PDF Druck-Menü von Mac OS X

Bild 2 – Das PDF Druck-Menü von Mac OS X

Wie Bild 2 zeigt, lassen sich auch andere Applikationen mittels Druckfunktion mit Dokumenten versorgen.

Achtung: Wurde Scrivener aus dem App-Store geladen, ist diese Funktion leider nicht aktiviert – dies ist durch eine Apple Richtlinien für App Store Anwendungen bedingt. Allerdings lässt sich Scrivener einfach selbst registrieren.

Dazu erzeugt man im Ordner  Programme ein Alias von Scrivener (Rechte Maustaste auf der Anwendung, Alias erzeugen anklicken). Dieses Alias wird dann einfach in den anwendereigenen Ordner Library/PDF Services geschoben. Sollte PDF Services noch nicht existieren, kann es einfach angelegt werden.

Scrivener 2.4.1

Dieses Update gibt es wohl primär, weil die Installation unter Snow Leopard für Scrivener 2.4 nicht funktionierte.

Neben diesem Fix haben sich aber auch noch einige Kleinigkeiten geändert. Die Anforderungen des Apple App-Store erfordern die Auswahl eines Ordners für die Ablage der Backups – kein Problem. Leider kann aber auch MultiMarkDown nicht mehr mit ausgeliefert werden, Scrivener kann allerdings mit einer separaten MultiMarkDown-Installation zusammen arbeiten.

 

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