Don’t Break the Chain …. mit Things

Don’t Break the Chain ist eine Methode, die helfen will an etwas dran zu bleiben; das kann alles sein, was regelmäßige Beschäftigung erfordert: ein Instrument oder eine Sprache lernen, ein Buch schreiben, Sport – ganz egal.

Die Methode ist so einfach wie alt: häng einen großen Kalender auf und mache an jedem Tag ein dickes rotes Kreuz, an dem du an deiner Aufgabe gearbeitet hast. Halten wir ein paar Tage durch, entsteht auf dem Kalender eine Kette aus roten Kreuzen. Diese Kette nicht zu unterbrechen soll die Motivation steigern. Je länger die Kette wird, desto mehr Widerstand baut sich auf, sie zu durchbrechen. Soweit jedenfalls die Idee dahinter.

Da Wandkalender und rote Stifte nicht so recht in unseren Workflow passen – wer hat schon immer seinen Kalender dabei? – hat aaalsubaie  sich entschlossen, Things zu nutzen, um die Kreuzchen für ihn in iCal zu machen. Seine Aufgaben erledigt er sowieso mit Things, also musste nur noch der Kalender über seine vollbrachten Leistungen informiert werden. Mit ein paar Zeilen AppleScript war das auch schnell geschafft. Jetzt muss nur noch eine wiederholende Aufgabe eingerichtet und mit dbc (für Don’t Break the Chain) getagged werden. Wird solch eine Aufgabe als erledigt ins Log geschoben und das AppleScript gestartet, erzeugt dieses einen Eintrag im Kalender.

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Das Script ist über den Artikel im Things-Forum zu finden. Eine für das Deutsche leicht angepasste Version kann hier geladen werden. Das Script muss lediglich in den Script-Ordner von Things kopiert werden. Aufgerufen wird es dann über das Scriptmenü.

Das Script im Things Script-Menü

Das Script im Things Script-Menü

How to change the world – von Jurgen Appelo

How to change the world von Jurgen Appelo ist ein kleines Buch, das dem Thema Veränderung gewidmet ist. Jurgen Appelo schreibt in einem gut lesbaren, lockeren Stil, wie sich Veränderungen in Organisationen – oder eben der ganzen Welt – herbeiführen lassen. Dazu setzt er auf bestehenden Erklärungs-Modellen auf, die er kombiniert und erweitert. Dadurch ermöglicht Appelo einen umfassenden Blick aus verschiedenen Blickwinkeln auf die Problematik. Kurzweilig und anregend!

Appelos Blog ist übrigens auch lesenswert.

Brainstorming?!

In der ZEITonline las ich vor einiger Zeit einen Artikel über Brainstorming. Es kam nicht gut weg.
Als eine Ursache wurde genannt, dass viele wegen Unsicherheit oder Konkurrenzdenken ihre Ideen nicht äußern. Aber ist das ein Problem der Methode? Wohl nicht. Kreativität braucht immer Freiraum; den Freiraum Fehler zu machen, und den Freiraum ‘Unsinn’ von sich zu geben.
Dieses Problem scheint also eher in der Organisation und der Persönlichkeit der Beteiligten zu liegen.

Deshalb Brainstorming für untauglich zu erklären, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Interessanterweise wurde dieser Artikel sehr intensiv und kontrovers diskutiert: viele bestätigten das negative Urteil, ebenso viele berichteten von guten Erfahrungen.

Woher kommt diese tiefe Spaltung, diese gegensätzlichen Erfahrungen? Aus einigen Beiträgen war herauszuhören, dass Brainstorming verordnet wurde: ein formales Meeting. Andere stellten fest, es sei problematisch, wenn die Beteiligten sich nicht vorbereiteten. Klar, wie soll man auch Ideen entwickeln, ohne sich mit einem Thema richtig befasst zu haben?

Aber wer kennt nicht auch solche Situationen: Ein paar Leute sitzen zusammen – oder stehen um die sagenumwobene Kaffeemaschine – und diskutieren ein Problem. Plötzlich fliegen die Ideen nur so hin und her, befruchten sich gegenseitig und zeugen neue Ideen. Das sind alltägliche Erfahrungen. Natürlich: keiner plant das als Brainstorming-Meeting mit Moderation und Keksen. Es passiert einfach! Und das ist ungemein fruchtbar und erfolgreich.

Methoden formal anzuwenden reicht einfach nicht! Das gilt nicht nur für Brainstorming. Wichtig für den erfolgreichen Einsatz jeder Methode ist das Verständnis für ihre Voraussetzungen und ihre Wirkungsweise. Ebenso entscheidend ist dann noch die Anpassung an den eigenen Kontext.

Fazit: Kreativität kann man nicht verordnen; keine Methode erzeugt Kreativität. Eine Methode kann aber helfen Kreativität freizusetzen!

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