Übersicht mit Kanban

Auch für kleinere Projekte kann sich der Einsatz von Scrum oder Kanban lohnen. Allein der Einsatz eines entsprechenden Boards mit den Karten für die zu erledigenden Aufgaben ist für die Kommunikation im Team unglaublich hilfreich. Jeder kann sehen was zu tun ist und woran gerade gearbeitet wird.

Kanban ist selbst für Ein-Personen-Projekte hilfreich. So nutze ich es seit vielen Monaten für die Arbeit an diesem Blog.

Mein Board ist simpel; es hat fünf Spalten. Ganz vorne steht eine Spalte zum Sammeln von Themen für Artikel (Backlog) und es endet mit dem Posten eines Artikels. Jeder Artikel durchläuft dazwischen die Schritte Research, Schreiben, Layouten. Ein Artikel der eine Phase durchlaufen hat, wird auf die Trennlinie zur nächsten Phase gesetzt – diese dient dadurch als Puffer. Die Kapazität einiger Phasen ist mit einem Limit versehen.

Bild 1 – Die Phasen auf dem Board

Für jeden Artikel lege ich eine Karte an. Diese enthält mindestens den Arbeitstitel des Artikels. In manchen Fällen kommt noch ein Datum dazu. Dies ist zum Beispiel relevant, wenn ich etwas zu einem neuem Release einer Software schreiben will. Außerdem benutze ich farbliche Markierungen für die Priorisierung.

Bild 2 – Karteikarte für einen Artikel

Der Prozess ist einfach. Habe ich eine Idee für einen Artikel, lege ich eine Karte in der Spalte Backlog an. Entscheide ich mich dafür, einen dieser Artikel in Angriff zu nehmen, setze ich die Karte auf die Trennlinie zur nächsten Phase. Dieser Puffer ist mit einem Limit versehen; dieses Limit ist auf dem Board in Klammern rechts hinter dem Namen der Phase eingetragen (siehe Bild 1). In meinem Beispiel dürfen also maximal fünf Artikel ausgewählt werden. Wenn ich beginne Material zusammen zu tragen, schiebe ich die entsprechende Karte weiter in die Spalte Research. Diese Spalte kann maximal zwei Karten aufnehmen. Habe ich die nötige Klarheit um mit dem Schreiben anfangen zu können, schiebe ich die Karte wieder auf die Trennlinie zur nächsten Phase. So wandert jede Karte Schritt für Schritt durch den ganzen Prozess, bis der Artikel letztlich veröffentlicht wird.

Durch das Limit auf zwei Karten während der Bearbeitung kann ich einen umfangreicheren Artikel über längere Zeit bearbeiten, aber trotzdem immer wieder kleinere Texte dazwischen schieben. Ein größerer Puffer würde dazu führen, dass sich viele angefangene Texte ansammeln; genau dies will man aber mit Kanban verhindern.

Solch ein Kanban-Board lässt sich natürlich leicht mit einem Whiteboard und Post-Its, oder einer Pinnwand und Karteikärtchen aufbauen. Allerdings gibt es auch einige Software-Produkte, die dabei helfen. Diese sind vor allen Dingen für verteilte Teams nötig, um auch hier eine gemeinsame Sicht zu bieten.

Ein einfaches Beispiel für solch eine Anwendung ist scrumblr. Es ist eine Webanwendung, die eine einfache Pflege eines Boards bietet. Hier kann sich jeder kostenfrei ein Board anlegen und damit arbeiten. Natürlich sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Daten potentiell von anderen eingesehen werden können. Für kritische Anwendungen ist also eine andere Lösung vorzuziehen.

2 Responses to Übersicht mit Kanban

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