Eisenhower Matrix – prioritätsbewusst planen

Wer sich mit Zeit- oder Taskmanagement befasst, wird eher früher als später auf die Eisenhower-Matrix stoßen. Diese Matrix hilft beim Strukturieren von Aufgaben. Sie besteht aus vier Quadranten; in diese werden die Aufgaben nach den beiden – orthogonalen! – Kriterien wichtig und dringend eingeordnet. Aufgaben, die zugleich wichtig und dringend sind, sollten zuerst erledigt werden. Wichtige, aber nicht dringende Aufgaben werden eingeplant; diese Aufgaben sind typischerweise notwendig, um längerfristige Ziele erreichen zu können.
Die nicht wichtigen Aufgaben sind manchmal notwendig, sollten uns aber nicht von den wichtigen abhalten – delegieren kann hier sinnvoll sein.
Sind Aufgaben weder wichtig noch dringend, sollten wir uns fragen, ob wir sie überhaupt erledigen müssen. In diesen beiden Quadranten ist mit Einsparpotential zu rechnen.
Die Eisenhower-Matrix können wir mit jedem Taskmanagement-System nutzen; wichtig ist die zugrundeliegende Denkweise. Geben wir den Quadranten Namen oder einen Buchstabencode, können wir unsere Aufgaben entsprechend markieren (in Things mit Tags) und danach sortieren oder filtern.

Allerdings gibt es mit Priority Matrix auch ein Programm, das speziell auf die Eisenhower-Methode zugeschnitten ist. Es ist für Mac OS X und iOS verfügbar.
Neben der Sortierung der Aufgaben in Quadranten erlaubt es auch Termine und den Fertigstellungsgrad zu pflegen. Der Austausch zwischen den verschiedenen Plattformen erfolgt via Cloud-Synchronisation. Einzelne Listen können aber auch exportiert und wieder importiert werden; das ist hilfreich, wenn Listen mit anderen geteilt werden sollen.

Ob die Möglichkeiten von Priority Matrix für das Taskmanagement reichen, hängt natürlich sehr von den Anforderungen ab. An Anwendungen wie Things reicht es aus meiner Sicht bei Weitem nicht heran. Fairerweise muss man aber sagen, dass Priority Matrix auch kein GTD-Werkzeug sein will. Betrachtet man die Tasks einzelner Projekts für sich, kann es durchaus eine Alternative sein. Die Möglichkeit Aufgaben auch als teilweise erledigt zu markieren, weist in Richtung Projektmanagement.

Neben der reinen Taskplanung bietet sich die Anwendung für SWOT-Analysen an. Auch hier werden ja vier Quadranten gebraucht. Diese Anwendung macht Priority Matrix für mich interessant.

Generell lässt sich die Anwendung für alles verwenden, was sich mit vier Quadranten abbilden lässt. Die Quadranten können beliebig benannt und auch farblich kodiert werden. Werden mehr als vier Gliederungsmöglichkeiten benötigt, stößt man natürlich an eine harte Grenze.

9 Responses to Eisenhower Matrix – prioritätsbewusst planen

  1. Kuppi sagt:

    Priority Matrix ist echt ein mächtiges Tool. Fand Eisenhower (eisenhower.me) aber auch nicht schlecht, weil es auf das Wesentliche zurechtgeschnitten ist – oder eben das auch auf anderen Plattformen als Desktop und iOS direkt vertretene Wunderlist, wo man sich die Matrix auch mit Umwegen basteln kann.

  2. Chris sagt:

    Eine weitere plattformunabhängige (weil webbasierte) Alternative zu Priority Matrix ist LifeQuadrants. Vielleicht lohnt sich ja ein Besuch.

  3. Pingback: Strukturiertes Taskmanagement – Tags « Denkenswert

  4. Pingback: Life Quadrants « Denkenswert

  5. Pingback: Update Priority Matrix « Denkenswert

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