Editieren von Dokumenten aus DEVONthink to go heraus

Dokumente mittels DEVONthink to go auch auf iOS Geräten verfügbar zu haben, ist eine schöne Sache. Richtig interessant wird das natürlich, wenn sich diese Dokumente auch unterwegs editieren lassen.

iOS bietet Apps die Möglichkeit Dokumente auszutauschen. Allerdings sind diese durch das Sandboxing (1) begrenzt. So gibt es kein zentrales Dateisystem, auf das Apps einfach zugreifen könnten. Dadurch wird der Austausch von Dokumenten erschwert und ist davon abhängig, was die Entwickler vorsehen. Der übliche Mechanismus ist das Senden von Dokumenten an Applikationen, die sich für den entsprechenden Dokumententyp, z.B. pdf, registriert haben.

Immer mehr Apps umgehen diese Beschränkung, indem sie Zugriff auf Serverdienste wie Dropbox oder iDisk anbieten.

DEVONthink to go bietet allerdings keine Unterstützung für den Dokumentenaustausch per Dropbox. Das würde auch nur begrenzt Sinn machen. Also kann DEVONthink to go nur über den oben beschriebenen Mechanismus Dokumente an andere Apps schicken und auf dem selben Weg auch die Ergebnisse wieder zurück bekommen.

Das funktioniert grundsätzlich auch gut. Allerdings gibt es eine ganze Reihe von Apps, die den Sendemechanismus nicht so generell unterstützen. Damit ist dann der Weg für das geänderte Dokument zurück in DEVONthink versperrt. Ärgerlich ist das vor allem, wenn man es erst nach der Bearbeitung des Dokuments feststellt.

So ist denn auch die Liste der mir bekannten Apps, die für das Editieren aus DEVONthink to go heraus benutzt werden können, sehr kurz.

Erfolg hatte ich lediglich mit Goodreader, der eigentlich nicht zum Editieren gedacht ist, sondern zum Markieren und kommentieren. Für textliche Änderungen kommen ansonsten nur die internen Editoren von DEVONthink in Frage.

Getestet habe ich Pages, Numbers, Mindnode, Writings und Writeroom. Keines davon ist in der Lage, das Ergebnis der Arbeit an DEVONthink zurückzugeben.

Das ist eine ziemlich ernüchternde Bilanz.

Ursache dürfte sein, dass das Hauptaugenmerk von Applikationen zur Bearbeitung von Dokumenten darauf liegt, die Ergebnisse aus dem iPad oder iPhone heraus weiterzugeben. Deshalb werden email, Dateiserver wie Dropbox oder iDisk und die Synchronisation mit Desktop-Apps auch durchgängig gut abgedeckt. Die Weiterverarbeitung in anderen Apps bleibt dagegen etwas auf der Strecke.

Praktisch lässt sich das Problem umgehen, indem man die Dateien, die geändert werden sollen, auf einem Server ablegt, z.B. Dropbox, und sie dann in DEVONthink indiziert. Damit sind die Dokumente von allen Programmen zugreifbar, die einen Serverzugriff erlauben und sie können trotzdem in DEVONthink verwaltet und genutzt werden. Bei diesem Ansatz umgeht man DEVONthink to go; positiver formuliert: man kommt ohne DEVONthink to go aus. Allerdings verliert man natürlich dessen Funktionalität.

Über Hinweise auf Editoren, die ihre Dokumente wieder an DEVONthink to go zurückgeben können, würde ich mich freuen.
(1) Sandboxing ist ein Begriff für das Einschränken von Applikationen, um zu verhindern, dass diese Schaden anrichten können. Aus Anwendersicht ist das durchaus wünschenswert, wenn auch manchmal störend.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: