Zen To Done

Methoden zur Steigerung der Produktivität gibt es einige. Die wichtigsten der letzten Zeit sind GTD (Getting Things Done) von David Allen und 7-Habits von Stephen R. Covey.

David Allen fokusiert sein GTD stark auf das Taskmanagement. Den Kopf frei zu bekommen, Übersicht über zu erledigende Aufgaben zu haben und diese Schritt für Schritt zu erledigen, ist das erklärte Ziel.

Stephen R. Covey geht dagegen mit einem weiten Blick an die Problematik heran. Für ihn ist entscheidend, die richtigen Dinge zu tun. Dabei setzt er bei der Definition von Lebenszielen und Werten an. Daraus ergibt sich dann die Grundlage für die Priorisierung von Aufgaben.

Beide Ansätze schreien geradezu danach, vereinigt zu werden; die wichtigen Aufgaben effektiv erledigen. Genau dies hat Leo Babauta mit seinem Zen To Done in Angriff genommen.

Leo versucht, diesen Prozess einfacher zu machen. Dazu hat er die Methoden stark vereinfacht und auf das Wesentliche konzentriert. Dieses Vorgehen ist gleichzeitig auch Kern seiner Methode. Er rät, Methoden und Werkzeuge immer weiter zu vereinfachen. Ziel ist schließlich das effektive Erledigen unserer wichtigen Aufgaben; Methoden und Werkzeuge sind Mittel zum Zweck, kein Selbstzweck.

Die oben erwähnten Methoden setzen voraus, dass wir uns viele neue Gewohnheiten aneignen und andere ablegen. Gewohnheiten zu ändern ist aber hart. Auch hiermit hat Leo sich auseinander gesetzt. Er empfiehlt, sich jeweils immer nur eine Gewohnheit zu erarbeiten. 30 Tage sieht er als notwendig und hinreichend für das Einschleifen einer Gewohnheit an. Mir scheint das etwas knapp, um etwas Neues wirklich in Fleisch und Blut übergehen zu lassen, aber das mag bei jedem etwas anders sein.

Wichtig ist jedenfalls, dass dieses Vorgehen dabei hilft, sich immer auf genau eine neue Gewohnheit zu konzentrieren. Das steigert die Erfolgschance erheblich! In einem Jahr können wir so das komplette Zen To Done verinnerlichen. Durch den Aufbau der Methode werden wir aber schon sehr schnell einen Fortschritt und praktischen Nutzen erleben.

Was mir gut gefällt, ist das Prinzip der ständigen Vereinfachung, die Teil der Methode ist. Es ist kein statisches System, sondern passt sich immer wieder an unsere Bedürfnisse an.

Natürlich ist auch Zen To Done keine Universallösung. Wie bei jeder Methode müssen wir schauen, was für uns funktioniert und was nicht.

Eine deutsche Übersetzung von Leos Buch Zen To Done kann hier als ebook geladen werden. Leo schreibt regelmäßig in seinem Blog zen habits.

One Response to Zen To Done

  1. Pingback: Gtdagenda – web basiertes GTD-Tool « Denkenswert

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