Verzeichnisse synchronisieren

Neben einem regelmäßigen Backup, das auch den Zugriff auf ältere Versionen einer Datei und auf gelöschte Dateien ermöglicht, ist es manchmal praktisch, eine Kopie von Dateien oder ganzen Verzeichnissen anzulegen. Damit lässt sich der Zustand einer Arbeit zu einem definierten Zeitpunkt einfrieren.

Ein weiterer Anwendungsfall ist die Sicherung großer Dateien, die bei einem normalen inkrementellen Backup immer wieder als Ganzes gesichert werden muss, weil die Backupsoftware für diesen Dateityp keine Inkremente erzeugen kann. Bilddatenbanken sind ein Beispiel.

Für die Sicherung sollte ein eigenes Laufwerk benutzt werden, damit im Falle eines Plattenfehlers nicht alle Daten kaputt sind. Virtuelle Laufwerke im Internet bieten sich an, weil dadurch gleich eine Datensicherung durch den Anbieter gegeben ist. Im Falle kritischer Daten sollten diese dann allerdings verschlüsselt werden. Beispiele für Dienste sind iDisk und DropBox.

Eine Kopie für eine Handvoll Dateien lässt sich leicht „per Hand“ im Finder erzeugen. Will man dagegen viele Dateien sichern und diese immer wieder einmal aktualisieren, lohnt es sich, nur die Dateien zu kopieren, die sich seit dem letzten Mal geändert haben. Speziell bei der Sicherung über das Netzwerk oder sogar Internet kann damit die Zeit für die Datenübertragung beträchtlich gesenkt werden.

Um die gesicherten Daten mit dem aktuellen Stand abzugleichen, müssen nun Änderungen der Originaldateien gegenüber der Kopie erkannt und geänderte Dateien kopiert werden. Je nach Anwendungsfall macht es auch Sinn, im Originalverzeichnis gelöschte Dateien auch auf der Kopie zu löschen. Es geht hier ja nicht um eine (versionierte) Datensicherung, sondern um die Kopie eines Arbeitsstands.

Für die Synchronisation von Dateien und Verzeichnissen gibt es bereits seit geraumer Zeit das Programm rsync. rsync ist eine Befehlszeilenanwendung mit einer Menge Parameter zur Steuerung des Verhaltens. Damit lassen sich all unsere Anforderungen gut abdecken. Allerdings ist der Umgang mit kryptischen Parametern im Terminalfenster nicht jedermanns Sache. Deshalb wurde das Programm Grsync geschrieben, das eine graphische Benutzeroberfläche für rsync bereitstellt. Damit lässt sich die Anwendung bequem benutzen. Alle Optionen sind über die Oberfläche einstellbar. Ein Simulationsmodus zeigt, was im Ernstfall kopiert werden würde. Damit erspart man sich unter Umständen böse Überraschungen. Grsync kann kostenfrei heruntergeladen werden.

Grsync

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